Schüler, Jugend: Montag, 07. Februar 2011

Spannendes Tischtennisturnier in Hallgarten: Jonas Fahnemann (links) und Fabian Stettler beim Match.

07.02.2011 - HALLGARTEN

Von Christine Dressler

MINI-MEISTERSCHAFT In Hallgarten qualifizieren sich junge Spieler für den Kreisentscheid

„Natürlich will ich gewinnen, aber mir geht es um den Spaß: Ich muss auch verlieren können, sonst könnte ich nicht Tischtennis spielen“, sagt Simon Flöck. Er ist der einzige Hattenheimer beim Ortsentscheid der 28. Tischtennis-Mini-Meisterschaften, die die Tischtennis-Abteilung des SV Hallgarten im jährlichen Wechsel mit dem Winkler Verein ausrichtet. Alle anderen 13 Jungen, vom sechsjährigen Robin Zott bis zum zwölfjährigen Felix Klein kommen aus den vier Oestrich-Winkler Stadtteilen.

Keiner hat bisher am offiziellen Spielbetrieb in dem Sport teilgenommen. In drei getrennten Altersstufen spielt jeder gegen jeden - Simon bei den Neun- bis Zehnjährigen, der mit sieben Jungen größten Gruppe. „Mein Papa ist hier im Verein“, sagt Simon und strahlt, glücklich über seinen Sieg in einem Match. Dass sein Sohn so viel Freude an dem Sport hat und seit vier Wochen im Hattenheimer Verein spielt, freut Christof Flöck. „Es ist im Gegensatz etwa zum Fußball ein Einzelsport“, sodass man alleine für seine Erfolge und Niederlagen verantwortlich sei. „Man kann es auch zu Hause spielen und hat schnell Erfolgserlebnisse“, zählt er die Vorteile des Tischtennis auf.

Abteilungsleiter und Hauptorganisator Heinz Zott wiederum freut, dass diesmal mehr Kinder mitmachen als im Vorjahr. Er findet es aber sehr schade, dass zum ersten Mal gar keine Mädchen dabei sind. Warum das so ist, weiß keiner.

Für den reibungslosen Ablauf vom Aufbau der neun Platten früh morgens bis zur Bewirtung mit Kuchen und Getränken, sorgen Eltern und Vereinsmitglieder. Vor allem der Nachwuchs der Abteilung, deren Jugendmannschaft ungeschlagen in der Verbandsliga auf Platz 1 liegt, beaufsichtigt die Spiele. Jedes läuft über fünf Runden nach den offiziellen ITTF-Regeln. Zudem zählen die Spielbetreuer wie Nadine Schmid, 16, und Thomas Engelmann, 15 Jahre, der vor drei Jahren selbst Dritter im Finale der Deutschen Mini-Meisterschaften wurde, gewissenhaft die Punkte.

Über seinen Vater kommt auch Jonas Fahnemann zum Verein, spielt seit ein paar Wochen in Zotts Anfängergruppe mittwochs von 17 bis 19 Uhr. Fabian Stettler wurde dagegen von einem Freund dazu überredet, ihn zum Schnuppern zu begleiten. Mittlerweile eng befreundet, sitzen Jonas und Fabian in jeder Spielpause zusammen. „Herr Zott ist ein sehr netter Trainer“, erzählen die Jungen. Sie schwärmen von der tollen Kombination aus Schlagen und Laufen. Tischtennis mache so viel Spaß, dass sie sich daheim sogar schon aus einem Gartentisch eine Platte gebaut hätten - „mit Küchenbrettern als Schlägern“. Das sei nicht mehr nötig: Jonas hat schon eine eigene Platte und Fabian bekommt bald eine.

„Wenn wir hier gewinnen, gehen wir zum Kreisentscheid nach Bad Schwalbach“, sagt Jonas. Aber darauf, es tatsächlich bis zum Bundesentscheid Ende Mai in Bingen zu schaffen, legen beide gar keinen so großen Wert, zumal es für jeden eine Urkunde und Preise wie Taschenlampen und Schläger gibt: „Es ist nicht schlimm, wenn wir nicht gewinnen, denn es ist ja nur ein Spiel und es macht einfach viel Spaß, mit anderen zu spielen.“

Quelle: http://www.wiesbadener-kurier.de/region/rheingau/oestrich-winkel/10196614.htm

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