Geschichte

Die Ursprünge des Vereins liegen weiter zurück, als es der Name „SV 1934 Hallgarten“ vermuten lässt: 1924 als „Katholischer Jünglingsverein“ gegründet, beschränkte man sich in den Anfangsjahren zunächst auf die reine Freizeitbetätigung. Neben Fußball wurden auch andere Ballsportarten wie Handball und Faustball angeboten. Der Verein war zu der Zeit Teil der in Deutschland häufig auftretenden katholischen Jugendverbände, der „Deutschen Jugendkraft“ (DJK).

Erst 1930 nahmen DJK-Fußballer aus Hallgarten an Verbands- und Freundschaftsspielen teil, zwei Jahre später beteiligte man sich an einem Benefizspiel einer DJK-Rheingauauswahl gegen „St. Michael“ aus Mainz. In der Saison 1932/33 setzte man sich schließlich als Gaumeister im Bezirk Wiesbaden/Rheingau ohne Punktverlust durch.

Im Zuge der Machtergreifung Hitlers traten erste Schwierigkeiten für konfessionelle Verbände auf, der Verein schloss sich 1934 notgedrungen den „freien Sportverbänden“ an. Mit dem Übertritt zum Süddeutschen Fußballverband wurde der heutige Name „SV 1934 Hallgarten“ angenommen.

Doch die erste Saison unter neuem Namen wäre beinahe auch die letzte geworden. Neben einem erheblichen Spielermangel, bedingt durch eine andauernde Niederlangenserie, wurde auch das Spielmaterial knapp: Parteibeauftrage beschlagnahmten Teile der Spielgeräte. Durch die Einführung der allgemeinen Wehrpflicht kam das Vereinsleben schließlich bis 1941 zum Erliegen, konnte danach aber glücklicherweise durch die Unterstützung der Turngesellschaft 1890 wieder aufleben.

Der nächste Rückschlag ließ jedoch nicht lange auf sich warten: 1945 verboten die alliierten Siegermächte jeglichen Sportbetrieb. Erst 1949 wurde der Verein neu aufgebaut und finanziell gefestigt. Zwei Jahre später fusionierte er mit der TG 1890 Hallgarten zum TuS 1890 Hallgarten. Diese Verbindung hielt bis 1958.

Das Vereinsleben nahm fortan seinen Lauf. Zwischenzeitlich bildete man eine Jugendspielgemeinschaft mit Oestrich (1974-82).

Ein weiterer Meilenstein folgte 1979 mit dem Bau des heutigen Sportplatzes und der Eingliederung der Tischtennisabteilung im selben Jahr. Elf Jahre später, 1990, konnte dann auch endlich die neue Turnhalle in Betrieb genommen werden.

Der sportliche Höhepunkt wurde 1988 erreicht, als man als Meister der Fußballbezirksliga in die Landesliga aufstieg und Anfang der 90er sogar zu einem Gastspiel auf Mauritius eingeladen wurde.

Seit der Saison 1995/96 nimmt regelmäßig eine Altherren-Fußballmannschaft für den SVH am Spielbetrieb teil, nachdem es bereits in den 1970er-Jahren ein Altherren-Team unter der Leitung von Heinz Wiese und Hans-Dieter Rau gab. Um diesen zu sichern und für genügend Nachwuchs zu sorgen, wurde 1999/2000 eine Jugendspielgemeinschaft mit Hattenheim gebildet.

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